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Makarska Riviera, Biokovo und Zabiokovlje · Aussichtspunkt

Nevistina stina

Nevistina stina heißt einer der Biokovo-Pässe, einst die einzige Verbindung zwischen der Küste und dem Zabiokovlje, der zugleich – wie so oft – ein wunderschöner Aussichtspunkt ist, von dem sich unvergessliche Blicke auf das Blau der Adria wie auf die Berglandschaften des Biokovo eröffnen.

Neben ihrer Bedeutung als geografischer Punkt spielt die „stina“ (der Fels) auch in der lokalen Kultur eine herausragende Rolle, denn an sie knüpft sich die Legende von der großen Liebe eines Mädchens und eines jungen Mannes, die ein böses Schicksal auf der Nevista zu Stein werden ließ.

Der Legende nach sollte ein Mädchen von irgendwo „oben“, wahrscheinlich aus der Dalmatinska zagora, an die Küste heiraten. Die Mutter war gegen diese Liebe und vor allem dagegen, dass ihre Tochter jemanden heiratete, den die Familie nicht ausgesucht hatte. Vielleicht störte auch, dass der junge Mann von der Küste stammte, also aus einer armen Gegend!? Wie dem auch sei, die Mutter verabschiedete ihre Tochter mit den Worten: Sobald du das Meer erblickst, mögest du zu Stein werden! Trotz dieser schrecklichen Worte machte sich der Hochzeitszug auf den Weg, angeführt von Bräutigam und Braut zu Pferd, ohne zu ahnen, welche Kraft der Fluch der Mutter hatte. Doch als die fröhliche Gesellschaft den Gipfel des Hügels über Brela erreichte, erfüllte sich der Fluch. Beweis dafür sind die Felsen in Form eines Pferdes mit dem Brautpaar, eines Brotlaibs und der Wasserschläuche, die man aus Tierhäuten fertigte. Bei genauem Hinsehen erkennt man auch den Brautschleier, den der Wind ihr in diesem Moment vom Kopf riss, sowie den ganzen Zug der Hochzeitsgäste, der ihnen folgte – heute sind sie etwas schwerer zu erkennen, wenn man nicht gezielt nach ihnen sucht, denn die Kiefern sind über die Jahrzehnte kräftig gewachsen.

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